Was Sie tun können, wenn Ihr Kind andere beißt

Hören Sie das Lied „What Do We Use Our Teeth For?“

Es kann beunruhigend – oder sogar peinlich – sein, wenn Ihr Kind jemanden beißt: ein anderes Kind, ein Geschwisterkind, eine Betreuungsperson oder sogar Sie selbst. Doch Kinder beißen nicht, um zu verletzen. Meistens sind sie einfach von ihren Gefühlen überwältigt und finden keine Worte, um auszudrücken, wie sie sich fühlen.

Den Umgang mit großen Gefühlen zu lernen, ist ein komplexer Prozess, der Zeit und Übung erfordert. So wie Sie Ihrem Kind beibringen, mit Besteck zu essen oder sich selbst anzuziehen, können Sie ihm auch helfen, Frust, Wut und andere intensive Gefühle zu bewältigen – ohne zu beißen oder körperlich zu reagieren.

Erklären Sie, dass Gefühle in Ordnung sind – Beißen aber nicht

Sagen Sie zum Beispiel: „Es ist okay, wütend zu sein. Aber es ist nicht okay zu beißen. Beißen tut weh.“ So zeigen Sie Verständnis für die Gefühle Ihres Kindes und setzen gleichzeitig eine klare Grenze für das Verhalten.

Wenn Ihr Kind ein anderes Kind beißt, zeigen Sie ihm, wie es Mitgefühl ausdrücken kann

Zwingen Sie Ihr Kind nicht zur Entschuldigung – helfen Sie ihm lieber, die betroffene Person zu trösten: „Das Beißen hat deinen Freund traurig gemacht. Er weint. Lass uns schauen, ob wir es wieder gutmachen können.“ Kleine Kinder lernen noch, wie andere Menschen fühlen und die Welt erleben – Fachleute nennen das „Perspektivübernahme“. Sie können Ihrem Kind dabei helfen, diesen Zusammenhang zu verstehen, indem Sie erklären, dass Beißen weh tut und jemanden traurig macht.

Zeigen Sie alternative Wege, mit Gefühlen umzugehen

Selbst Erwachsene haben manchmal Mühe, mit großen Gefühlen umzugehen. Eine wirkungsvolle Methode für Kinder ist die Co‑Regulation – also gemeinsam zu zeigen, wie man mit Gefühlen umgehen kann. Bleiben Sie in der Nähe, umarmen Sie Ihr Kind oder machen Sie gemeinsam eine tiefe Atemübung.

Sprechen Sie über Möglichkeiten, den Körper zu beruhigen

Die körperlichen Anzeichen von Wut oder Frust – schnellere Atmung, Herzklopfen, angespannte Muskeln – können junge Kinder überfordern. Sprechen Sie in einem ruhigen Moment über Strategien zur Beruhigung, zum Beispiel:

  • Tief durchatmen
  • Ein Kissen drücken
  • Auf und ab hüpfen

Helfen Sie Ihrem Kind, die richtigen Worte für seine Gefühle zu finden

Das Spiegel- und Kartenset „Gefühle zeigen“ aus dem Enthusiasten-Set wurde entwickelt, um Ihrem Kind zu helfen, Emotionen zu erkennen und zu benennen – ein wichtiger Schritt zur Entwicklung von Empathie. Über Gefühle spielerisch zu sprechen, eröffnet einfache, aber bedeutsame Gespräche: „So sehe ich aus, wenn ich wütend bin.“ oder „Was machst du, wenn du frustriert bist?“

Versuchen Sie, im Moment ruhig zu bleiben

Wenn ein Kind beißt, wirkt das im Moment oft dramatisch – und es ist ganz normal, dass man stark darauf reagiert. Doch am hilfreichsten ist es, ruhig zu bleiben und Ihrem Kind Strategien zur Emotionsregulation vorzuleben. Denken Sie daran: Beißen ist bei kleinen Kindern sehr verbreitet – es sagt nichts über Ihre Erziehung oder den Charakter Ihres Kindes aus.

Verbindung wiederherstellen

Wieder Verbindung zu Ihnen aufzunehmen, ist ein wichtiger Schritt, um das Geschehene hinter sich zu lassen. Ihr Kind braucht das Gefühl, dass Sie auch dann für es da sind, wenn es wütend oder traurig ist. Bieten Sie Nähe an – zum Beispiel durch eine Umarmung, ein gemeinsames Buch, einen Snack oder ein Spiel.

Altersgerechte Begleitung

Treten, Beißen, Schlagen – so können Sie Ihr Kleinkind verstehen und begleiten, wenn große Emotionen sich in körperlichen Reaktionen zeigen.

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Veröffentlicht in 2-jährig, 3-jährig, 4 Jahre alt, Verhalten, Soziale Emotionen & Verhalten

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