Werfen, rollen und schleudern – wie du dein Kind beim Spielen mit Bällen unterstützen kannst
Das Werfen von Gegenständen gehört zum Spielen dazu und ist eine frühe Erfahrung von Ursache und Wirkung. Uns ist klar, dass du deinem Kind nicht beibringen möchtest, schwere Gegenstände durch eure Wohnung zu schleudern. Aber es geht hier auch gar nicht um präzise Wurftechniken. Diese ersten Würfe sind eher harmlos.
Indem du sichere Übungsgelegenheiten dafür schaffst, hilfst du deinem Kind beim Aufbau von Fähigkeiten, die es mit Begeisterung entdecken wird.
Irgendwann zwischen 9 und 12 Monaten wirft dein Baby vielleicht unabsichtlich etwas. Es schüttelt seine Hände und versucht den Ball loszulassen. Dann stellt es fest, dass der Ball ein Stück weit geflogen ist und springt und rollt.
Mit ungefähr 13 bis 16 Monaten fangen viele Kinder an, im Sitzen einen Ball von unten zu werfen. Dabei hängt der Arm seitlich am Körper herunter und die Handfläche weist nach oben.
Ab ungefähr 18 Monaten kann dein Kind wahrscheinlich in einer abgestützten stehenden Position einen Ball werfen. Abgestützt heißt, dass es sich dabei mit einer Hand auf einem Tisch abstützt oder dass du es an der Taille oder den Hüften festhältst.
Gib deinem Kind viele Gelegenheiten, geeignete Gegenstände in geeigneten Situationen zu werfen.
Ideen, wie du dein kleinkind beim werfen unterstützen kannst:
Fangt mit Rollen an
Lass einen großen, weichen Ball auf dein Kind zurollen. Kann es ihn schon zurück zu dir rollen lassen?
Werfen mit Anleitung
Mach deinem Kind zuerst vor, wie man wirft. Lege dann deine Hand auf die deines Kindes und führe es durch die Bewegung, bis es am Ende den Ball allein loslässt.
Geht es sanft an

Wenn ihr so weit seid, dass ihr das Werfen üben könnt, zeige deinem Kind zunächst, wie man einen weichen Ball in einen Korb wirft. Manche Kleinkinder bekommen Angst, wenn man ihnen einen Ball direkt zuwirft.
Werft im Sitzen
Vielleicht lernt dein Kind das Werfen im Sitzen leichter. Denn beim Werfen im Stehen muss man stärker als sonst das Gleichgewicht halten. Vergiss auf jeden Fall nicht, dein Kind anzufeuern.
Bälle aus Papier
Papier zusammenzuknüllen und in eine Kiste oder den Papierkorb zu werfen, macht auch viel Spaß. Und es geht (fast) überall!
Kontrolle und Richtung
Anfangs kann dein Kind nicht steuern, in welche Richtung es wirft. Aber dann lernt es, den Ball nach vorne zu werfen.
Wenn dein Kind anfängt, Sachen zu hart nach dir zu werfen, oder sie zur falschen Zeit wirft, hilf ihm zu verstehen, dass diese Art von Werfen gefährlich ist. Du könntest zum Beispiel sagen: „Möchtest du Werfen üben? Sollen wir jetzt Werfen und Fangen spielen? Dann lass uns einen weicheren Ball suchen. Denn wenn man Sachen nach Leuten wirft, die nicht damit rechnen, kann man ihnen weh tun.“
Veröffentlicht in 16 - 18 Monate, Bonding, Grobmotorik, Spiele & Aktivitäten, Spiele in der realen Welt, weekly_series, Kindesentwicklung
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